Making of: Wie das verrückte Labyrinth in die Höhe wuchs

1. Das Original: Das verrückte Labyrinth
1986 hatte Erfinder Max J. Kobbert die Spielidee mit dem beweglichen Labyrinth. Seitdem sind gut zwanzig originelle Varianten daraus entstanden. Jetzt war es Zeit für etwas Neues, das aber die Grundidee beibehalten sollte.
2. Die neue Idee
Michael Feldkötter, Autor einiger Bestseller-Varianten, lässt sich unterschiedliche Labyrinth-Spiele vom Verlag schicken und bastelt ein völlig anderes daraus: ein Labyrinth der Türme. Ein Redakteur in Ravensburg prüft die Idee, über Treppen zu klettern und Türme zu verschieben … und ist überzeugt. Foto: Anja Koehler
3. Expertenrunde beim Test
Redakteure, Designer und Produktenwickler überlegen, aus welchem Material Türme und Spielfiguren sein sollen und welche Farben zur Fabelwelt passen. Sie spielen und testen, ob ein Labyrinth aus 7x7 Türmen für Kinder übersichtlich ist, ob das Spiel auch zu viert noch genügend Schätze bietet und wie der neue Runenstein ins Spiel integriert wird. Foto: Anja Koehler
4.Turmfragen
Wie sollen die neuen Türme gestaltet sein? Gemauert oder glatt? Zusammengesetzt aus einzelnen Elementen oder am Stück? Welche Höhen sind vertretbar, auch im Hinblick auf den Kostenrahmen? Ein 3D-Drucker spuckt verschiedene Turm-Varianten zum Ausprobieren aus. Foto: Anja Koehler
5. Goldener vs. weißer Turm
Viele Fragen sind zu klären, zum Beispiel, welcher Turm schöner ist? Der mit der golden geprägten Maueroptik? Oder der mit aufgelegtem Kärtchen, das im Stil des Spiels illustriert ist – für eine haptisch ähnliche Anmutung wie im bekannten Labyrinth? Foto: Anja Koehler
6. Der entscheidende Test
In einem Familienspiel sollen auch Kinder gut mitspielen können. Deshalb haben die Redakteure das Labyrinth der Türme etwas kleiner gemacht und die Regeln vereinfacht. Das lassen sie in Familien testen und beobachten dabei speziell die Kinder. Und siehe da: Das Raster aus 5x5 Türmen bewährt sich, das Spiel läuft rund und obendrein haben sie großen Spaß! Foto: Anja Koehler
7. Das Spiel nimmt Form an
Stehen alle Bestandteile für das Spiel fest, fertigt ein Projekt-Engineer die technischen Zeichnungen zur Herstellung der Werkzeuge für Spielfiguren und Türme. Letztere sollen nun eine edle goldene Optik mit eingeprägter Mauerstruktur bekommen. Ein letzter Kontrollblick: Stimmen die Proportionen zwischen Figuren und Türmen? Foto: Anja Koehler
8. Zeichenkünstler
Parallel sind fleißige Designer am Werk. Das neue Spiel bekommt den internationalen Titel „3D Labyrinth“. Grafiker zeichnen dazu eine eindrucksvolle Titelgrafik aus Fabelwesen. Ebenso gestalten sie die Schachtelunterseite, die Wegeteile auf den Türmen, den Spielplan, die verschiedenen Kärtchen sowie die Spielregel, die der Redakteur inzwischen ausgefeilt hat. Foto: Anja Koehler
9. Die Tücke liegt im Detail
Aus der Ravensburger Fabrik im tschechischen Polička kommen die ersten Proben aus der Spritzgussmaschine: Haben diese Türmchen alle die jeweils richtige Höhe? Passen die Ecken exakt zu den Kärtchen, die später oben draufgeklebt werden? Haben bestimmte Türme die entsprechenden Füßchen, die sie im Spielplan verankern? Foto: Anja Koehler
10. Stück für Stück
Liegen alle Daten für das Spiel vor, legen die Produktionsmaschinen in Tschechien los: Zuerst werden die bedruckten Überzüge für die Stülpschachtel rechteckig geschnitten, dann in Form gestanzt und auf einen Schachtel-Rohling aus Karton kaschiert. Foto: Petr Klein
11. Handarbeit
Die Spielfiguren Hexe, Zauberer, Prinzessin und Zauberlehrling lassen sich am besten von Hand eintüten. Zuvor löst eine Mitarbeiterin sorgfältig die Spritzgussreste von den Figuren, so dass sie später im Spiel eine glatte Oberfläche haben. Foto: Petr Klein
12. Am laufenden Band
Viele fleißige Hände befüllen die frisch hergestellten Spieleschachteln mit dem Schachteleinsatz aus Karton, den 26 Türmen, den Kärtchen für deren Oberseite, den Spielkarten, dem Spielplan, den Figuren, der Spielregel in vier Sprachen, insgesamt sind das unzählige Handgriffe! Foto: Petr Klein
13. Bereit zum Versand
In Schutzfolie eingeschweißt rollen die eben produzierten Exemplare des „3D Labyrinthes“ vom Band. Von dort werden sie direkt nach Ravensburg gebracht, von wo die Spiele zu den Händlern in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Holland, Frankreich, Italien, Spanien und Osteuropa ausgeliefert werden. Foto: Petr Klein
14. Hoch hinaus!
Zuhause freuen sich Kinder und Eltern, weil sie sich in der neuen Version des bekannten Labyrinth-Spiels sofort zurechtfinden. Gespannt begeben sie sich auf Schatzsuche, bei der es jetzt rauf und runter geht. Der Spaß ist geblieben: Nur dürfen sie jetzt ganze Turm-Reihen verschieben! Foto: Heidi Velten
Das Spiel mit dem Irrgarten aus verschiebbaren Mauern gehört seit mehr als 30 Jahren zur Grundausstattung vieler Familien. In aller Welt verrücken sie als Hexe, Zauberer, Prinzessin und Zauberlehrling die Wände, um an gesuchte Schätze zu gelangen. Jetzt geht der Schiebespaß hoch hinaus. Wie, das zeigt folgende Entstehungsgeschichte.